Einleitung
Linda zeigt acht grundlegende Stickstiche anhand einer Blumenwiese. Sie verwendet eine alte Stoffserviette im Stickrahmen und zeichnet das Motiv grob mit einem FriXion Pen vor, der sich später wegbügeln lässt. Ihr Tipp: Blumen ruhig etwas unregelmäßig zeichnen für einen natürlicheren Look!
1. Rückstich (Backstitch)
Der Rückstich ist perfekt für Konturen und Stiele. Du startest nicht ganz am Anfang, sondern einen Stich weiter oben. Dann stichst du zurück zum Anfang und kommst ein Stück weiter oben wieder hoch. Immer: nach unten zurück, weiter oben wieder hoch – so arbeitest du dich den Stiel entlang.
2. Plattstich (Satin Stitch)
Mit dem Plattstich füllst du Flächen wie Blütenblätter aus. Beginne in der Mitte des Blütenblatts mit einem Stich und arbeite dich dann mit geraden, nebeneinander gesetzten Stichen nach rechts und links. Die Stiche liegen parallel und füllen das Blütenblatt gleichmäßig aus.
3. Knötchenstich (French Knot)
Nimm den Knötchenstich für Blütenstempel oder kleine Akzente: Geh mit der Nadel durch den Stoff, schlinge das Garn 2-3 Mal um die Nadel und stich dann ganz nah am Einstichloch wieder ein. Dadurch entsteht ein kleiner Knoten. Mehrere nebeneinander ergeben einen schönen, bobbeligen Blütenstempel.
4. Stielstich (Stem Stitch)
Der Stielstich ist ein umgekehrter Rückstich und schlängelt sich wunderschön – perfekt für Blumenstiele und Ranken. Mach einen langen Stich vorwärts und geh dann auf der Hälfte des Stiches wieder zurück in den Stoff. Dadurch überlappt sich das Garn und ergibt eine gedrehte Optik.
Wichtig bei Kurven: Achte darauf, auf welche Seite du den langen Stich legst – er sollte an der Außenseite der Kurve liegen. Wenn es komisch und verzogen aussieht, liegt der Faden auf der falschen Seite.
5. Mageritenstich (Lazy Daisy)
Der Mageritenstich ist super hübsch für Blütenblätter. Geh von unten durch den Stoff und bilde eine Schlaufe, indem du fast am gleichen Einstichloch wieder einstichst – aber nicht ganz durchziehst. Lass eine Schlaufe stehen. Am oberen Ende des Blütenblatts stichst du ein, nimmst die Schlaufe auf und fixierst sie mit einem kleinen Stich.
6. Grätenstich (Fishbone Stitch)
Der Grätenstich ist Perfekt für Blätter! Beginne mit einem Stich von der Blattmitte zur Blattspitze. Dann setzt du abwechselnd rechts und links Stiche, die sich leicht über die Mittellinie kreuzen: Der rechte Stich endet links der Mitte, der linke Stich endet rechts der Mitte. So entsteht die Grätenform in der Mitte des Blatts.
7. Umwickelter Vorstich (Wrapped Running Stitch)
Erst machst du einen einfachen Vorstich (hoch-runter-hoch-runter). Dann umwickelst du ihn: Geh immer aus der gleichen Richtung durch die gesetzten Stiche durch – du stichst nicht mehr ein, sondern webst nur durch. Dadurch entsteht eine gedrehte, seilartige Optik, toll für Ranken und Stiele.
Hier findest du auch noch mal die Schritt-für-Schritt-Anleitung für den umgewickelten Rückstich
8. Rosenstich (Woven Rose)
Der Rosenstich ist ein wunderschöner Stich für Blumenwiesen! Zeichne einen Kreis in Rosengröße und sticke fünf Stiche (oder eine andere ungerade Zahl) in Sternenform von außen zur Mitte. Dann gehst du in der Mitte nach oben und webst den Faden zwischen den Stichen: unter einem durch, über den nächsten drüber. Durch die ungerade Zahl ist der Faden abwechselnd oben und unten – so entsteht die hübsche Rosenform.