Material-Tipps
Bevor du loslegst: Die Materialwahl ist entscheidend. Bei T-Shirts solltest du auf den Elastan-Anteil achten – viel Stretch macht das Sticken schwierig. Einfach mal in alle Richtungen ziehen: Je weniger es sich dehnt, desto besser. 100% Baumwolle ist ideal. Jeans sind trotz Stretch meist okay, weil das Material so dick ist – da kann man sogar ohne Stickrahmen arbeiten.
Stich 1: Stielstich
Der Stielstich ist ein umgedrehter Vorstich und eignet sich für größere Schriftzüge. Du stickst den ersten Stich, gehst ein kleines Stückchen zurück und bekommst so eine leicht gedrehte Optik. Bei Kurven musst du aufpassen, auf welcher Seite der Faden liegt – er sollte sich außen entlang schmiegen. Für ganz filigrane Schriftzüge ist er weniger geeignet, weil doppelt so viel Garn auf der Oberseite liegt.
Hier geht´s zur Schritt-für-Schritt-Anleitung Stielstich
Stich 2: Kettenstich
Der Kettenstich funktioniert wie ein fortlaufender Mageritenstich – super schön für größere Schriftzüge, besonders hinten auf Jeans. Du gehst von unten durch den Stoff, fast im gleichen Loch wieder zurück, aber nicht ganz durchziehen, kommst ein Stückchen weiter vorne mit der Nadel hoch und gehst durch die Schlaufe. Dann immer weiter, sodass die kleinen Schlaufen aneinander hängen wie eine Kette.
Stich 3: Rückstich
Der Klassiker für feine, filigrane Schriftzüge auf T-Shirts. Aber Vorsicht – hier passiert der große Fehler. Das T-Shirt reißt wenn ihr nicht die richtige Nadel nehmt.
Hier geht´s zur Schritt-für-Schritt-Anleitung Stielstich
Eine spitze Nadel zerreißt die Fasern des dünnen Stoffes. Eine stumpfe Nadel schiebt sie nur zur Seite. Auch eine etwas dickere stumpfe Nadel funktioniert besser als eine dünne spitze. Die Löcher werden zwar etwas größer, aber der Stoff reißt nicht. Für T-Shirts und dünne Stoffe also immer eine stumpfe Nadel verwenden.