Stickgarn: Das Starter-Set
Für Anfänger empfiehlt sich ein buntes Farbset. Die haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, man kann Farben kombinieren und experimentieren - unsere SALTY SEA Garnbox passt perfekt. Wenn man genau weiß welche Farbe man braucht, kann man später Einzelgarne kaufen.
Sticknadeln: stumpf vs. spitz
Sticknadeln haben eine größere Öse als normale Nähnadeln, damit das dickere Garn durchpasst. Es gibt zwei Sorten: stumpfe Nadeln sind für Wirkware (gestrickte Stoffe wie Jersey-T-Shirts) – damit entstehen keine Löcher im Strickmuster und spitze Nadeln sind für Webare (gewebte Stoffe) und für feste Materialien wie Chucks oder Rucksäcke – da muss man einfach durchkommen!
Stickrahmen: Braucht man den?
Ein Set mit 3-4 Größen ist praktisch. Bambus oder Plastik – Plastikrahmen haben oft eine Delle innen, die den Stoff besser hält. Aber: Nicht immer braucht man einen Rahmen. Bei Jersey-T-Shirts solltet ihr auf jeden Fall einen Rahmen verwenden, wegen der Dehnung. Bei Schuhen oder Rucksäcken passt eh kein Rahmen. Es gibt keine Faustregel – einfach probieren!
Worauf sticken? Stoff-Tipps
Besser nicht mit feinen, zarten Stoffen anfangen – das ist ziemlich schwierig. Ein Küchentuch ist perfekt zum Üben: nicht zu dick und nicht zu dünn. Da kann man Blümchen oder Initialen testen. Bei Jersey sollte man auf die Elastizität achten und unbedingt stumpfe Nadeln verwenden, sonst entstehen Löcher.
Trick für feste Stoffe
Bei richtig dickem Material wie Rucksäcken könnt ihr einen Gartenhandschuh mit abgeschnittenen Fingern für Grip benutzen oder Silikon-Fingerhüte. Ein normaler Fingerhut hilft auch beim Durchdrücken der Nadel. Sonst tun die Finger irgendwann weh.
Inspiration finden
Ihr könnt am besten Pinterest-Boards durchstöbern. Unter dem Instagram-Hashtag #sticken findet ihr auch coole Ideen. Oder einfach Augen offenhalten: Prints auf Klamotten, Tischdecken-Muster – alles kann als Stickvorlage dienen! Hier geht zum Video 20 Stickideen - Stickmotive für Jeansjacken, Converse, Rucksäcke, T-Shirts oder Blusen
Motive übertragen
Schaut euch am besten das „7 Wege Stickmotive zu übertragen“ Video an.
Kurz zusammengefasst: Bleistift geht immer, man stickt ja eh drüber. FriXion-Stifte sind super, weil man sie einfach wegbügeln kann. Aber die kommen bei Kälte wieder – könnte bei Outdoor-Sachen problematisch sein. Wasserlösliche Stifte haben das Problem nicht.
Schwarzer Stoff – was tun?
Auf schwarzem Stoff sieht man normale Stifte schlecht. Schneiderkreide oder wasserlösliche Stickvlies-Folien können hier gut funktionieren. Die klebt man direkt auf den Stoff, dadurch verrutscht nichts, stickt durch, und danach löst sich das Vlies in Wasser auf. Mega praktisch für dunkle Stoffe!
Stickrahmen: Braucht man den?
Stickgarn besteht aus 6 einzelnen Strängen. Für feinere Arbeit das Garn in 2x3 oder 3x2 Stränge teilen.
Hinten verknoten
Unter einem bestehenden Stich durchgehen – es bildet sich eine Schlaufe. Nochmal durchgehen und Knoten machen. Das Ganze zwei Mal machen und dann abschneiden. Alternativ bei 6 Strängen: Aufteilen und die Enden miteinander verknoten.