Material & Vorbereitung
Du brauchst nur ein paar schöne Garnfarben, die gut zur Farbe des Rucksacks passen – du kannst 1-2 Hauptfarben und ein paar ruhigere Kontrastfarben nehmen oder du machst es kunterbunt. Eine Vorlage brauchst du nicht. Gerade bei so kleinen Motiven darf alles frei entstehen, Stich für Stich. Der Plan entsteht während des Stickens.
Freehand sticken – ganz entspannt
Wenn du dich fragst, wo du anfangen sollst: Nimm dir einfach eine einzelne Blume vor. Von dort wächst alles weiter – Blüte für Blüte. Du schaust zwischendurch immer wieder, was sich stimmig anfühlt. So entsteht ganz automatisch eine lockere Blumenranke, die perfekt zum Rucksack passt.
Sticken auf festem Stoff
Das Material vom Fjällräven Rucksack ist deutlich fester als Baumwollstoff. Die Nadel geht gut durch, aber das Garn durch zu ziehen braucht Kraft – und ja, das merkt man nach einer Weile in den Fingern.
Der Handschuh-Trick
Lindas Rettung für schmerzfreie Finger: Handschuhe anziehen. Es gibt spezielle Stickhandschuhe mit Grip, aber ganz normale funktionieren auch.
Diese Stiche passen gut
Die Blumen entstehen mit dem Margeritenstich, die Ranken mit dem Stielstich. Beides sind einfache, schöne Grundstiche, perfekt auch für Anfängerinnen. Aber deiner Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Für den Margeritenstich: Ziehe den Faden komplett durch den Stoff und stich direkt daneben wieder ein, sodass sich eine kleine Schlaufe bildet. Gehe am oberen Blatt-Ende hoch, lege die Schlaufe über die Nadel, ziehe fest und fixiere mit einem kleinen Stich.
Für runde Stiele und Bögen ist der Stielstich super. Du stichst weiter vorne aus und gehst dann in der Mitte des vorherigen Stichs wieder in den Stoff. Bei Kurven achte darauf, auf der Innenseite einzustechen.
Kleine Tipps zum Schluss
Plane lieber etwas mehr Zeit ein – auf festem Material geht alles langsamer. Leg zwischendurch Pausen ein und hör auf deine Hände. Und ganz wichtig: Jeder Rucksack wird anders. Genau das macht dieses kleine Upcycling-Projekt so besonders.