Die richtige Nadel für Chucks
Es gibt zwei Arten von Sticknadeln: stumpfe und spitze. Stumpfe Nadeln sind für gewirkte/gestrickte Stoffe (Jersey, T-Shirts) – damit verletzt man das Strickmuster nicht und bekommt keine Löcher. Spitze Nadeln sind für gewebte Stoffe wie den Canvas der Chucks. Bei so stabilem Material ist eine spitze Nadel auch einfach praktischer, weil man besser durchkommt. Wichtig: Eine Nadel mit kleinem Öhr wählen – ein großes Öhr ist bei dickem Stoff schwer durchzuziehen.
Garn für Anfänger
Am besten eignet sich natürlich unsere Garnbox. Damit seid ihr perfekt ausgestattet. Einzelne Garne lohnen sich erst, wenn man genau weiß, welche Farbe man braucht.
Grip bei dickem Stoff
Bei so festem Material wie Chucks (und dem Fjällräven-Rucksack) braucht man mehr Kraft. Linda verwendet einen Gartenhandschuh mit abgeschnittenen Fingerkuppen – der schützt die Finger und gibt besseren Grip. Es gibt auch spezielle Greifhilfen zu kaufen. Ohne Hilfsmittel tun die Fingerkuppen irgendwann weh.
Vorzeichnen: Vorsicht bei Outdoor-Sachen!
FriXion-Stifte (die man wegbügeln kann) haben einen Nachteil: Die Linien kommen bei Kälte wieder. Bei einem Rucksack oder Schuhen, mit denen man unterwegs ist, sieht man die Striche dann plötzlich wieder. Besser für Outdoor-Projekte sind wasserlösliche Stifte – einfach Wasser drüber und die Linien verschwinden dauerhaft. Oder gar nicht vorzeichnen, sondern frei von Blümchen zu Blümchen arbeiten.
Mageritenstich (Lazy Daisy)
Für den Mageritenstich ziehe den Faden komplett durch den Stoff und stich direkt daneben wieder ein, sodass sich eine kleine Schlaufe bildet. Gehe am oberen Blatt-Ende hoch, lege die Schlaufe über die Nadel, ziehe fest und fixiere sie mit einem kleinen Stich. Fünf Blütenblätter nebeneinander ergeben ein süßes Blümchen.
Knötchenstich (French Knots)
Geh komplett durch den Stoff, halte den Faden leicht gespannt und wickel ihn zwei- bis dreimal um die Nadel. Dann direkt daneben wieder einstechen und langsam zuziehen. Je öfter du um die Nadel gehst, desto größer wird das Knötchen. Hier gehts zur bebilderten Anleitung des Knötchenstichs.
Webrosenstich (Woven Rose)
Für die Webrosen stick zuerst das Grundgerüst: Fünf Speichen sticken, die sich in der Mitte treffen (ungerade Anzahl ist wichtig!). Dann mit einem anderen Faden von innen nach außen weben – ÜBER eine Speiche, UNTER die nächste, wieder drüber, wieder drunter. So arbeitet man sich spiralförmig nach außen und die Rose baut sich praktisch von selbst auf. Schneller Stich mit tollem Effekt!
Grätenstich (Fishbone Stitch)
Der Grätenstich ist perfekt für plastische und größere Blätter. Man beginnt an der Blattspitze mit einem Stich zur Mitte. Dann abwechselnd rechts und links einstechen und über die Mittellinie stechen. So entsteht ein Fischgräten-Muster mit einer schönen überkreuzten Linie in der Mitte. Von oben nach unten arbeiten, bis dir die Form gefällt.
Faden vernähen
Auf der Rückseite deiner Stickarbeit unter einem bestehenden Stich durchgehen – es bildet sich eine Schlaufe. Nochmal durchgehen und einen Knoten machen, oder besser zwei. Alternativ bei wenig Restfaden kannst du ihn auseinander fädeln und verknoten.