Dieses Video ist der perfekte Einstieg in die Welt des Stickens. Du lernst, welche Materialien du wirklich brauchst, worauf du bei der Auswahl achten solltest, und wie du die 10 wichtigsten Stickstiche meisterst.
Materialien & Ausrüstung
Stickgarn
- Polyestergarn wird empfohlen: glänzender, leichter zu verarbeiten, färbt nicht ab
- Baumwollgarn ist oft struppiger und schwieriger zu verarbeiten
- Achte darauf, dass das Garn beim Waschen nicht abfärbt
- Unsere SALTYSEA Garnbox enthält perfekt abgestimmte Farben
Stoffe
- Webware (Baumwollstoff, Jeans, Jutebeutel): Spitze Nadel verwenden
- Wirkware (T-Shirts, Sweatshirts, Jersey): Stumpfe Nadel verwenden, sonst entstehen Löcher!
- Für Anfänger sind Baumwollstoffe ideal
- Bei elastischen Stoffen aufbügelbares Vlies zur Stabilisierung verwenden
Stickrahmen
- Plastikrahmen mit Einkerbung halten den Stoff viel besser als Holzrahmen
- SALTYSEA Stickrahmen-Set: 3 Größen (12cm, 15cm, 20cm) mit extra langen Schrauben
- Die innere Einkerbung verhindert das Nachrutschen des Stoffs
Stickmuster übertragen
- Frixion Pen: Verschwindet mit Hitze (Föhn oder Bügeleisen)
- Durchpausen am Fenster oder mit iPad/Tablet als Lichtquelle
- Kohlepapier für perfekte Linien
- Wasserlösliches Stickpapier: Aufdrucken, aufsticken, auswaschen
- Dunkle Stoffe: Schneiderkreide oder Frixion Pens in hellen Farben
Die 10 Basis-Stickstiche
1. Knötchenstich (French Knot)
Der Knötchenstich ist perfekt für Blütenstempel, Beeren und dekorative Punkte. Nadel hochholen und vom Stoff wegdrehen, 2–3 Wicklungen um die Nadel, direkt daneben wieder einstechen und langsam festziehen, bis die kleinen Knötchen entstehen.
2. Mageritenstich (Lazy Daisy)
Der Margeritenstich ist ideal für Blütenblätter und kleine Blätter. Stich aus dem Stoff und stich direkt daneben wieder ein, sodass eine Schlaufe entsteht. Dort wo das Blattende sein soll stichst du aus und legst die Schlaufe über die Nadel. Dann nur noch mit einem Ministich fixieren und schon hast du dein Blatt.
3. Rückstich (Backstitch)
Der Rückstich ist der vielseitigste Stich für Linien und Konturen. Stich vorne ein, komm ein Stück weiter wieder hoch und geh einen Mini-Schritt zurück. Verbinde so deine Stiche miteinander.
4. Plattstich (Satin Stitch)
Zum Ausfüllen von Flächen nimmst du am besten den Plattstich. Einfach gleichmäßige, parallele Stiche nebeneinander setzen. Alle Stiche sollten in die gleiche Richtung zeigen für ein sauberes Ergebnis.
5. Umwickelter Rückstich (Wrapped Backstitch)
Erst normale Rückstiche setzen, dann mit dem Faden immer aus der gleichen Richtung durch die Stiche wickeln. Das gibt einen wunderschönen, seilartigen Effekt für Stängel. Hier jetzt zur Schritt-für-Schritt-Anleitung
6. Rosenstich (Woven Rose)
Ein echter Hingucker! Fünf Speichen wie ein Wagenrad sticken eine ungerade Anzahl ist hier wichtig. Dann den Faden abwechselnd drüber und drunter weben. So entsteht eine plastische gestickte Webrose.
7. Webstich (Weaving Stitch)
Einfach hoch und runter durch parallele Grundstiche weben. Perfekt für kleine Blüten und dekorative Elemente.
8. Stielstich (Stem Stitch)
Der Stielstich ist ein umgekehrter Rückstich – ideal für geschwungene Linien und Stängel. Erst den langen Stich setzen, dann auf der Hälfte wieder hochkommen und den nächsten langen Stich beginnen.
9. Grätenstich (Herringbone/Fishbone)
Perfekt für Blätter mit natürlicher Struktur. Einen langen Mittelstich setzen, dann diagonal von links oben nach rechts unten und von rechts oben nach links unten überkreuzen. So weit nach unten sticken, bis dir die Form gefällt.
10. Spaltstich (Split Stitch)
Einen längeren Stich setzen, dann weiter vorne hochkommen und mitten durch den vorherigen Stich stechen (den Faden 'spalten'). Ergibt eine geflochtene Optik.
Tipps zum Abschluss
- Garn teilen: Für feinere Details nur 2-3 der 6 Stränge verwenden
- Verknoten: Faden unter einem Stich durchführen und eine Schlaufe bilden, durchziehen, verknoten und abschneiden
- Rückseite schützen: Optional mit aufbügelbarem Vlies abdecken
- Die Rückseite muss nicht perfekt sein – bei Kleidung sieht sie niemand!