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Anfängerstickset Wildblumen – Sticken lernen mit 8 Stichen

Unser Anfängerstickset bringt alles mit, was für den Einstieg ins Sticken nötig ist: ein Kosmetiktäschchen aus Baumwolle mit aufgedrucktem, wasserlöslichen Wildblumen-Muster, Stickrahmen, Sticknadel und reichlich Stickgarn.

In dieser Anleitung werden acht Stickstiche Schritt für Schritt gezeigt – vom Rückstich über Knötchen- und Stielstich bis zu Grätenstich, Magaritenstich und Splitstich.

Mach das nach

Stickset für Anfänger - Wildblumen

34,95€

Kapitel

  • 0:00 Einleitung: Was im Anfängerstickset enthalten ist
  • 0:55 Rückstich: Stiel des Flieders
  • 2:23 Knötchenstich: Blüten des Flieders
  • 3:35 Faden auf der Rückseite sicher vernähen
  • 4:14 Kleines Blatt mit geraden Stichen
  • 4:26 Stielstich und Garn teilen (3 statt 6 Fäden)
  • 6:15 Plattstich: Glockenblüten ausfüllen
  • 6:52 Feine Perlen mit einfachem Knötchenstich
  • 7:38 Grätenstich: besondere Blätter
  • 8:38 Dicker Knötchenstich als Blütenstempel
  • 9:35 Magaritenstich: einzelne Blütenblätter
  • 10:10 Umwickelter Rückstich für dekorative Stiele
  • 12:09 Blatt-Variante mit kleinen Stichen zur Mitte
  • 12:48 Rückstich mit halbem Garn
  • 13:19 Stickrahmen über fertige Stickerei umspannen
  • 14:02 Splitstich: die blaue Blume
  • 16:21 Die kleine Biene sticken
  • 17:41 Vorlage auswaschen und trocknen lassen

Das brauchst du

Sticknadel
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2,00€
STICKRAHMEN 3er SET
STICKRAHMEN 3er SET
16,95€

Anleitung

Einleitung

Das Anfängerstickset ist als kompletter Einstieg gedacht: Das Stickmuster ist bereits auf ein Kosmetiktäschchen aufgedruckt, sodass am Ende ein fertiges Accessoire entsteht. Die Wildblumenwiese besteht aus Flieder, Glockenblumen und einer kleinen Biene – jedes Motiv steht für einen anderen Stich. Der Aufdruck ist wasserlöslich und verschwindet am Ende vollständig im lauwarmen Wasserbad. Die beiliegende Anleitungskarte zeigt zusätzlich, welche Farbe wofür verwendet wurde – eure eigenen Farbkombinationen sind aber ausdrücklich erwünscht.

Materialien

Bis auf eine Schere ist alles im Set enthalten – es kann also direkt losgehen.

Vorbereitung

  1. Den Stoff in den Stickrahmen einspannen und die Schraube festziehen, bis der Stoff straff sitzt.
  2. Eine Fadenlänge von etwa 20 cm abschneiden. Kurze Fäden lassen sich sauberer verarbeiten als sehr lange.
  3. An einem Ende einen Knoten machen und das andere Ende in die Sticknadel einfädeln.

Stich-Anleitungen

1. Rückstich – für Stiele und Konturen

Der Rückstich ergibt eine durchgehende, geschlossene Linie und ist der Basisstich für alle Konturen. Hier wird damit der Stiel des Flieders gestickt.

  1. Ein kleines Stück vor dem Linienanfang von unten nach oben ausstechen – dieser Abstand ist die spätere Stichlänge.
  2. Rückwärts zum Linienanfang gehen und dort in den Stoff einstechen.
  3. Auf der Rückseite eine Stichlänge weiter vorne wieder aus dem Stoff herauskommen.
  4. Jetzt rückwärts genau in das Ende des vorherigen Stiches einstechen, sodass sich die Stiche miteinander verbinden.

2. Knötchenstich – für Blüten, Perlen und Blütenstempel

Der Knötchenstich schafft kleine perlenartige Punkte auf den Stoff. Je nach dem wie oft ihr umwickelt, wird es eine große oder eine kleine Perle.

  1. Den Faden komplett durch den Stoff nach oben ziehen und mit der freien Hand leicht auf Spannung halten.
  2. Die Nadel so halten, dass die Spitze vom Stoff wegzeigt.
  3. Den Faden um die Nadel wickeln: einmal für eine feine Perle, zweimal für ein normales Knötchen, dreimal für einen dicken Blütenstempel.
  4. Die Nadel zum Stoff drehen und direkt neben der Ausstichstelle wieder einstechen.
  5. Den Faden weiter auf Spannung halten und die Nadel langsam durchziehen, damit sich das Knötchen schön am Stoff zusammenzieht.

3. Stielstich – für geschwungene Stiele und Äste

Der Stielstich ergibt eine leicht gedrehte, seilartige Linie und folgt Kurven besonders schön. Für die Glockenblume wird er mit halbem Garn gestickt.

  1. Einen etwas längeren Stich setzen.
  2. Auf halber Länge dieses Stiches wieder nach oben ausstechen und den Faden des vorherigen Stichs zur Seite schieben.
  3. Den nächsten Stich um eine halbe Stichlänge weiter vorne ansetzen und wieder bei der Hälfte des Stiches aus dem Stoff hochkommen.

Achtet dabei auf die Seite: Der zur Seite gelegte Faden gehört immer an die Außenseite der Kurve. Bei einer Rechtskurve liegen die Fäden links, bei einer Linkskurve rechts. Wechselt die Linie ihre Richtung, an dieser Stelle auch die Seite wechseln – so bleibt die Linie gleichmäßig.

4. Plattstich – zum Ausfüllen der Glockenblüten

Beim Plattstich liegen alle Stiche exakt parallel nebeneinander und füllen eine Fläche vollständig aus.

  1. Am unteren Ende der Glocke mit dem längsten Stich beginnen.
  2. Die weiteren Stiche parallel dicht daneben setzen, bis die dreieckige Glockenform geschlossen ist.
  3. Für einen voluminöseren Effekt einfach ein zweites Mal in gleicher Richtung über die Fläche sticken – die Glocke wölbt sich dadurch nach oben.



5. Grätenstich – für besondere Blätter

Der Grätenstich erzeugt eine überlappende, ineinander verwobene Struktur und eignet sich dadurch perfekt für Blätter.

  1. Einen langen Leitstich entlang der vorgezeichneten Mittellinie des Blattes setzen.
  2. An der Blattspitze auf einer Seite wieder herauskommen und quer über den Leitstich gehen und auf der gegenüberliegenden Seite einstechen.
  3. Dann wieder oben (diesmal auf der anderen Seite) herauskommen und über den Leitstich nach unten.
  4. Immer von links oben, nach rechts unten und von rechts oben nach links unten – so entsteht die typische, dicht verwobene Blattoptik.

6. Magaritenstich – für einzelne Blütenblätter

Der Magaritenstich bildet mit einem einzigen Stich ein komplettes Blütenblatt.

  1. Am unteren Ende des Blütenblatts durch den Stoff nach oben ausstechen.
  2. Direkt daneben wieder einstechen, den Faden aber nicht ganz durchziehen, sodass oben eine Schlaufe stehen bleibt.
  3. Am oberen Ende des Blütenblatts wieder nach oben ausstechen und die Nadel durch die Schlaufe fädeln.
  4. Den Faden anziehen, bis die Schlaufe die gewünschte Blütenblattform hat und dann mit einem kurzen Stich fixieren.

7. Umwickelter Rückstich – für dekorative Stiele

Der umwickelte Rückstich baut auf dem Rückstich auf und ergibt eine erhabene, kordelartige Linie.

  1. Die komplette Linie zunächst im Rückstich sticken.
  2. Am Anfang der Linie neben dem ersten Stich wieder aus dem Stoff herauskommen.
  3. Mit der Nadel oberhalb des Stoffs unter jedem einzelnen Rückstich hindurchfahren – immer aus derselben Richtung und ohne dabei in den Stoff zu stechen.
  4. So die gesamte Linie entlangarbeiten, der Faden wickelt sich dabei gleichmäßig um die Grundlinie.

8. Splitstich – für Stiele und Schriftzüge

Beim Splitstich wird der vorherige Faden aufgefächert. Das ergibt eine leicht geflochtene Linie.

  1. Einen etwas längeren geraden Stich setzen.
  2. Ein Stück weiter vorne wieder nach oben ausstechen.
  3. Von oben mitten in den zuvor gestickten Faden einstechen, sodass dieser aufgespalten wird.
  4. Den Ablauf wiederholen – die Linie wirkt dadurch dichter und lebendiger als ein normaler Rückstich.

Hier geht‘s zu unserem Stickstiche Lexikon

Faden vernähen

  1. Auf der Rückseite mit der Nadel unter einem bereits gestickten Faden hindurchgehen.
  2. Durch die entstehende Schlaufe einmal hindurch und festziehen – so entsteht ein Knoten.
  3. Den Vorgang ein zweites Mal wiederholen. Doppelt verknotet hält die Stickerei jede Wäsche aus.
  4. Den restlichen Faden mit etwa einem Zentimeter Abstand abschneiden.

Tipps

Kleine Unregelmäßigkeiten gehören dazu: Die SALTYSEA Stickmuster sind bewusst handgezeichnet und nicht perfekt symmetrisch, genau das macht handgestickte Motive aus. Und wer die Biene nicht mag, lässt sie einfach ungestickt – sie wäscht sich am Ende mit der Vorlage heraus.

Abschluss

  1. Nach dem letzten Stich alle Fäden auf der Rückseite doppelt verknoten und kurz abschneiden.
  2. Das fertige Täschchen für 10 - 20 Minuten in lauwarmes Wasser legen – der Musteraufdruck löst sich dabei vollständig auf.
  3. Den Stoff nicht auswringen, sondern das Wasser nur sanft herausdrücken. So spart man sich das Bügeln im Anschluss.
  4. Das Täschchen flach auf einem Handtuch ausbreiten und in Ruhe trocknen lassen.