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Nussknacker Geschenkbeutel - Stickanleitung

Der Nussknacker-Geschenkbeutel ist ein schönes Stickprojekt für die Vorweihnachtszeit – einfach zu sticken und trotzdem ein echter Hingucker.

In der Videoanleitung entsteht der Nussknacker Schritt für Schritt: vom Hut über Gesicht und Uniform bis hin zu Hose und Stiefeln. Wählen könnt ihr zwischen der klassischen roten Version und einem Nussknacker in Pink und Gelb. Ein tolles Anfängerset für gemütliche Stickabende.

Mach das nach

Geschenkbeutel Nussknacker

27,95€

Kapitel

  • 0:00 Einleitung: Nussknacker-Geschenkbeutel
  • 0:30 Farbwahl: rot oder pink
  • 1:10 Hut in Schwarz
  • 1:57 Goldene Akzente
  • 3:14 Gesicht in Rosé
  • 4:03 Augen im Knötchenstich
  • 4:46 Nase und Wangen
  • 5:40 Haare und Bart im Knötchenstich
  • 6:49 Mund und Zähne
  • 7:26 Jacke: Schulterpolster in Gelb
  • 8:38 Schlaufen im Mageritenstich
  • 9:46 Kragen und Streifen
  • 10:32 Ärmel und Hände
  • 11:11 Gürtel und Saum
  • 11:28 Hose: Rahmen versetzen
  • 12:27 Stiefel: Schuhkappe
  • 12:52 Schaft und goldene Knöpfe
  • 13:54 Oberer Schaft und Gürtelschnalle
  • 14:28 Vordruck auswaschen
  • 14:43 Abschluss

Das brauchst du

Sticknadel
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2,00€
Stickrahmen 3er-Set
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16,95€

Anleitung

Einleitung

Auf dem Geschenkbeutel entsteht ein Nussknacker. Das Motiv ist relativ groß und eignet sich gut für ruhige Abende in der Vorweihnachtszeit. Gestickt werden kann die klassische Version in Rot oder eine Variante in Pink – dieselbe Wahl wie beim Weihnachtsauto. In diesem Video entsteht die pink-gelbe Jacke, die rote Version ist auf der Banderole zu sehen.

Hier findet ihr das Stickrahmenset mit drei Rahmengrößen.

Vorbereitung

Zuerst den Stoff oben in den Stickrahmen spannen. Die Füßchen des Motivs ragen zunächst über den Rahmen hinaus. Später wird der Rahmen nach unten versetzt. Wer einen kleineren Rahmen verwendet, setzt ihn einfach mehrmals um. Man kann ohne Probleme über die bereits bestickten Stellen drüberspannen. Das hält die Stickerei in aller Regel aus.

Hut in Schwarz

Der Hut hat einen großen schwarzen Anteil. Damit die Stiche nicht zu lang werden, die Fläche in drei Teile teilen und nacheinander ausfüllen. Hier kommt das komplette Garn mit allen sechs Strängen zum Einsatz.

  1. Die Hutfläche in drei Abschnitte gliedern und jeden Abschnitt einzeln mit Plattstichen füllen.
  2. Unregelmäßige, leicht versetzte Stiche setzen, damit die Fläche durchgängig wirkt, jeder einzelne Stich aber kurz bleibt. Zwischendurch in die Mitte der Fläche einstechen.

Ein einzelner langer Stich über die Hutbreite würde sich abheben und nicht am Stoff bleiben. Kürzere, versetzte Stiche halten besser und wirken so am Ende auch ordentlicher.

Krempe

Mit dem restlichen Schwarz auf der Nadel direkt die Krempe unten am Hut ausfüllen.

Goldene Akzente

Das Goldgarn glitzert richtig und ist etwas störrischer als normales Stickgarn. Es besteht aus zwölf Strängen und lässt sich viel leichter verarbeiten, wenn man das Garn teilt.

  1. Sechs der zwölf Goldstränge abteilen und einfädeln.
  2. Die goldenen Flächen mit kürzeren Stichen ausfüllen, nicht über den ganzen Zylinder ziehen.
  3. Die Stiche unregelmäßig versetzen, und so die Flächen füllen.

Auch hier gilt: zu lange Goldstiche heben sich ab und das störrische Garn verdreht sich. Kürzere Stiche und nur die Hälfte der Stränge halten es bändig.

Gesicht in Rosé

Das Gesicht wird mit Rosé ausgefüllt. Dafür das Garn halbieren (2 mal 3 Stränge) und schmale horizontale Stiche setzen. Nase, Wangen, Bart und Haare kommen danach. Am Anfang wirkt das Gesicht noch unfertig – das ist normal, bis die restlichen Teile sitzen.

  1. Das Roségarn in 2 mal 3 Stränge teilen.
  2. Die Gesichtsfläche mit schmalen, waagerechten Stichen füllen.
  3. Lücken später nacharbeiten, damit die Fläche gleichmäßig wird.

Augenbrauen, Augen und Schnauzer

Augenbrauen und Augen werden schwarz gestickt: zwei Balken für die Brauen und zwei runde Knötchenstiche für die Augen. Der Knötchenstich setzt kleine, plastische Punkte auf den Stoff.

  1. Die Nadel komplett durch den Stoff ziehen.
  2. Den Faden unten leicht auf Spannung halten.
  3. Die Nadel vom Stoff wegzeigen und das Garn zweimal um die Nadel wickeln.
  4. Die Nadel zum Stoff drehen und direkt neben der Austrittsstelle wieder einstechen.
  5. Den Faden weiter auf Spannung halten, bis sich das Knötchen am Stoff zuzieht.

Ohne Spannung rutscht die Wicklung von der Nadel oder das Knötchen setzt sich nicht dicht an den Stoff. Dagegen hilft es, den Faden unten festzuhalten, bis die Nadel durchgezogen ist.

Mit dem restlichen Schwarz den Schnauzer entlang der Form ausfüllen. Die Stiche folgen der Kontur, nicht quer darüber.

Nase und Wangen

Im Set sind zwei Pinktöne: das zartere für die Bäckchen, das knallige später für die Uniform. Die Nase von oben nach unten mit geraden Stichen nebeneinander setzen. Hier kommt das komplette Garn zum Einsatz, damit die Nase etwas höher und dicker wird.

  1. Die Nase mit parallelen Stichen von oben nach unten füllen.
  2. Die Wangen mehrfach übersticken, damit sie rund und dreidimensional werden.

Die Wangen wirken durch die umliegenden Stiche erst eckig. Ein paar zusätzliche Lagen darüber bringen die Kugelform. Schaut euch gern nochmal die Anleitung zum Plattstich an.

Haare und Bart im Knötchenstich

Haare und Bart bestehen aus vielen kleinen Knötchenstichen. Man kann zwischen einfachen (einmal wickeln) und doppelten (zweimal wickeln) Knötchen variieren, damit die Fläche etwas dreidimensional wirkt. Der Ablauf bleibt derselbe wie bei den Augen.

  1. Den Faden komplett durch den Stoff ziehen und unten auf Spannung halten.
  2. Die Nadel vom Stoff wegzeigen, das Garn ein- oder zweimal darum wickeln.
  3. Die Nadel zum Stoff drehen und direkt neben der Einstichstelle wieder einstechen.
  4. Den Faden auf Spannung halten, bis sich das Knötchen am Stoff zuzieht.
  5. So die Haar- und Bartflächen dicht setzen.

Wer jetzt noch nicht genug Knötchen gestickt hat, sollte sich den Weihnachtsbeutel „Rosa Pfeffer“ ansehen.

Mund und Zähne

Am Mund zuerst die Zahnstellung ansehen: ein großer weißer Balken mit vier Unterteilungen – einmal in der Mitte und jeweils rechts und links davon. Das sind die Zähne. Zuerst die weiße Fläche sticken und danach die schwarzen Linien darauf setzen.

  1. Den weißen Balken ausfüllen.
  2. Danach die schwarzen Unterteilungen setzen.
  3. Für die Zähne nur zwei Stränge nehmen, damit sie fein bleiben.

Jacke: Schulter, Schlaufen und Kragen

Für die Jacke stehen vier Farben zur Verfügung: sattes Rot, kräftiges Pink, helles Pink und Gelb. Insgesamt gibt es drei Varianten – alle starten mit gelben Schulterpolstern. In diesem Beispiel entsteht die pink-gelbe Version. Die klassische rote Variante sieht man auf der Banderole.

Der obere Teil der Schulter wird mit vertikalen Plattstichen gefüllt. Dafür setzt man die Stiche dicht nebeneinander und arbeitet sich einmal über die gesamte Fläche. Die drei Schlaufen an der Schulter kommen später im Mageritenstich oben drauf. Da zwischen den Schlaufen der Stoff durchscheinen kann, wird die Fläche darunter zuerst vollständig ausgestickt.

  1. Die Schulterpolster in Gelb mit vertikalen Plattstichen füllen.
  2. Die Fläche unter den drei Schlaufen mit halbem Garn und schmalen Längsstichen füllen.
  3. Den Teil dazwischen horizontal sticken, damit er sich abhebt. Die Kante oben und unten übersticken, dann wirkt es ordentlicher.
  4. Den Kragen horizontal sticken.
  5. Die Streifen auf dem Shirt ebenfalls horizontal setzen, abwechselnd hell, dunkel und in der Mitte wieder hell.

Schlaufen im Mageritenstich

Die drei Schlaufen an der Schulter werden als Mageritenstiche auf den bereits gestickten Ärmel gesetzt.

  1. Durch den Stoff ausstechen und den Faden durchziehen.
  2. Direkt daneben wieder einstechen, so dass sich eine Schlaufe bildet.
  3. Dort ausstechen, wo das untere Ende der Schlaufe liegen soll, und die Schlaufe über die Nadel stülpen.
  4. Die Schlaufe mit einem kleinen Stich festsetzen.
  5. Die beiden anderen Schlaufen genauso daneben setzen.

Was oft schiefgeht: die Schlaufe zu fest zuziehen, dann liegt sie flach auf dem Stoff statt als Bügel. Erst die Form halten, dann mit dem kleinen Stich fixieren.

Ärmel, Hände und Gürtel

An den Ärmel kommen goldene Akzente, dazwischen Grün wie an der Hose: Gold, Grün, Gold. Die Finger werden in derselben Farbe wie das Gesicht gestickt. Dafür mit dem halben Garn in einer halbrunden Form ausfüllen.

Der Gürtel wird in vertikalen Stichen gestickt: Schwarz, Gold, Schwarz. Denselben Rhythmus unten am Saum wiederholen.

Wer die goldenen Akzente auf unserem Nussknacker-Geschenkbeutel mag, dem könnte auch unsere Kissenhülle „Winterkranz“ gefallen.

Hose

Für die Hose wird das Grün halbiert. Den Stickrahmen ein Stück nach unten versetzen – hier muss der Rahmen einmal umgesetzt werden. Über bereits gestickte Stellen spannen geht ohne Probleme. Man sollte einfach etwas vorsichtig sein.

Die Beine wie die Ärmel mit längeren, versetzten Stichen füllen.

Stiefel

Wenn man an den Stiefeln unten beginnt, wirkt die Schuhkappe dicker als der Schaft. Eine Seite zuerst fertig sticken, dann an der Höhe der goldenen Knöpfe die zweite Seite ausrichten.

  1. Die Schuhkappe einmal mit kleinen Stichen umranden und danach mit Plattstichen drüber gehen, damit sie sich abhebt.
  2. Den Schaft mit halbem Garn ausfüllen.
  3. Auf einer Seite sechs goldene Knötchenstiche als Knöpfe setzen und die zweite Seite auf derselben Höhe ausrichten. Denkt dran das goldene Garn zu halbieren, die Knötchen werden sonst zu bobbelig.
  4. Den oberen Teil des Schafts noch einmal horizontal sticken. Das versteckt die Anfänge der Flächen darüber und darunter und sieht ordentlicher aus.

Zuletzt natürlich die goldene Gürtelschnalle auf Höhe des Bauchnabels nicht vergessen.

Tipps

Der Stickrahmen darf über bereits gestickte Stellen gesetzt werden, wenn er vorsichtig gespannt wird. Für dieses Motiv muss er mindestens einmal nach unten versetzt werden. Selbst der größte Rahmen aus dem Set mit 20 cm ist sehr knapp.

Abschluss

Das Motiv ist als ruhiges Ausfüllprojekt gedacht: Hut, Gesicht, Uniform, Hose und Stiefel nacheinander, ohne Eile.

Den fertigen Beutel für 20 Minuten in Wasser legen, damit der Vordruck verschwindet. Nicht auswringen, sondern flach hinlegen und trocknen lassen. Dann muss in der Regel nicht mehr gebügelt werden.

Wer den Beutel noch personalisieren möchte findet hier eine Anleitung.