Sticken für Anfänger – Das brauchst du zum Sticken lernen

Sticken für Anfänger: So geht’s
Sticken lernen kann jeder? Auf jeden Fall! Viele trauen sich nur nicht ran, weil sie nicht wissen, welches Material man nimmt oder auf welchem Stoff es sich am einfachsten stickt. Darum fangen wir ganz vorne an: Sticken für Anfänger beginnt nicht bei den einzelnen Stichen, sondern beim richtigen Material.
Eigentlich brauchst du nur Garn, Nadel und etwas, worauf du stickst – ein Kissen, eine Tasche, ein T-Shirt. Mit ein paar Tipps zur Grundausstattung klappt es aber von Anfang an viel entspannter. Oder du nimmst eines unserer Sticksets – da ist bereits alles enthalten.

Alles drin: unsere Sticksets
Die Grundausstattung: 5 Dinge, die du brauchst
Stickrahmen
Der Rahmen hält deinen Stoff straff, damit die Stiche gleichmäßig werden. Linda empfiehlt Plastik-Rahmen: Innen haben sie eine Einkerbung, dadurch sitzt der Stoff viel fester und wird nicht so schnell locker – du musst kaum nachspannen.
Unser Stickrahmen-Set hat drei Größen (12, 16 und 20 cm) und extra lange Schrauben, damit auch festere Stoffe wie Jeans hineinpassen. Einzelne Rahmen in 12 und 16 cm gibt es zusätzlich passend zu deinem Set.

Unsere Stickrahmen
„Ich habe jahrelang mit Holzrahmen gestickt. Dann hatte ich zum ersten Mal einen Plastikrahmen in der Hand – life-changing, sage ich euch. Der Stoff sitzt viel fester, und man muss praktisch nicht nachspannen.“Linda
Stickgarn
Stickgarn ist einzeln gekauft relativ teuer. Darum lohnt sich ein Set mit vielen Farben wie unsere Garnbox – mit 50 Farben à 8 m und 60 Garnaufwicklern, damit alles ordentlich bleibt. Wichtig ist vor allem, dass das Garn beim Waschen nicht abfärbt und sich nicht ständig aufdröselt.
Wie viele Fäden nimmt man?
Ein Stickgarn besteht immer aus sechs Strängen. Für größere Flächen stickst du mit allen sechs. Für feine Linien und kleine Motive ziehst du einfach einen Teil der Stränge auseinander – zum Beispiel drei.

Stoff
Je unelastischer der Stoff, desto einfacher stickst du darauf. Für den Anfang ist ein gewebter Stoff aus reiner Baumwolle ideal – zum Beispiel ein Kissenbezug, eine Stoffserviette, eine Tasche oder ein festes Hemd. Auch Jeans eignet sich super, wenn der Elastan-Anteil gering ist.
T-Shirts und alles Gestrickte sind dagegen dehnbar. Mit einer spitzen Nadel reißt so ein Stoff schnell ein – das ist Linda im Video auch passiert. Mit einer stumpfen Nadel und einem Bügelvlies klappt es (siehe Tipp).
Bügel ein dünnes Vlies auf die Rückseite, bevor du loslegst. Es stabilisiert den dehnbaren Stoff, du kämpfst nicht mit der Elastizität – und es entstehen keine Löcher. Dazu eine stumpfe Nadel: Sie schiebt die Maschen zur Seite, statt sie zu durchstechen.
Unsere Beutel zum Besticken
Aus 100 % Baumwolle, mit vorgedrucktem Motiv – ideal, um sticken zu lernen.
Sticknadel
Man unterscheidet spitze und stumpfe Nadeln. Bei festen, gewebten Stoffen wie Baumwolle nimmst du eine spitze Nadel. Stumpfe Nadeln sind für Gestricktes wie T-Shirts – sie schieben sich zwischen den Fäden durch, ohne die Fasern zu verletzen.
Unsere Sticknadel ist spitz und hat ein großes Öhr, durch das alle sechs Stränge passen – das ist dieselbe Nadel, die in unseren Anfänger-Sets steckt.

Stift zum Vorzeichnen
Am angenehmsten sind Stifte, die sich wegbügeln oder auswaschen lassen – zum Beispiel FriXion Pens. Damit ist es kein Problem, wenn du dich mal vermalst oder nicht ganz exakt über die Linie stickst.
Für den Anfang tut es aber auch ein Bleistift oder Kugelschreiber, denn du stickst ja ohnehin über die Linien. Von Stiften, die nach 24 Stunden von selbst verschwinden sollen, rät Linda eher ab: Bei ihr waren sie oft schon nach zwei Stunden weg.

Motiv übertragen & erste Stiche
Wie das Motiv auf den Stoff kommt und welche Stiche du zuerst lernst.
1. Motiv übertragen: Zeichne dein Motiv mit einem wegbügelbaren Stift auf den Stoff.
2. Stoff einspannen: Stoff in den Rahmen legen und die Schraube festdrehen. Er sollte straff gespannt sein – dann werden die Stiche gleichmäßig.
3. Einfädeln: Faden durch das Öhr führen und am Ende verknoten. Für feine Motive teilst du die Stränge vorher auf.
4. Nachsticken: Stick das Motiv entlang der Linien nach. Für den Einstieg ist der Rückstich ideal – damit lässt sich jede Linie sauber nachzeichnen.
Damit hat Linda gestickt
Garn, Rahmen und Nadel aus unserem Zubehör – alles, was du für dieses Projekt brauchst.
Alles Zubehör entdecken →
23:57
Sticken lernen: Was braucht man zum Sticken & alle Basis-Stickstiche erklärt
Lerne sticken mit LindaLinda zeigt dir die ganze Grundausstattung – welches Garn, welcher Stoff, welche Nadel – und stickt danach Schritt für Schritt ein kleines Blumenmotiv mit allen Basis-Stichen.Zum Video →
Gut zu wissen
Normale Stifte sieht man kaum. Linda nimmt am liebsten Schneiderkreide – für die grobe Kontur reicht das völlig. Alternativ gibt es FriXion Pens auch in hellen Farben.
Am Ende einfach auf der Rückseite unter den letzten Stichen durchziehen und einen kleinen Knoten machen. Reicht der Faden für den letzten Stich nicht mehr ganz, stich die Nadel zuerst ein und fädle dann erst ein.

Lindas Favorit zum Übertragen: Du bedruckst es im normalen Drucker, klebst es auf, stickst darüber – und spülst es danach einfach unter dem Wasserhahn weg. Perfekt auch für dunkle Stoffe.
Diese Stiche brauchst du
Alle Stiche mit Videoanleitung findest du in unserem Stickstich-Lexikon →
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