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Blog · Grundlagen

Sticken für Anfänger – Das brauchst du zum Sticken lernen

Was braucht man zum Sticken? Linda zeigt dir die Grundausstattung – Stickrahmen, Garn, Stoff, Nadel und Stift – und wie du deinen ersten Stich setzt.
FürAnfänger
ThemaGrundausstattung
Erster StichRückstich
Lesezeit5 Minuten
Grundausstattung zum Sticken: Täschchen mit Vordruck, Stickgarne, Stickrahmen und Sticknadel

Sticken für Anfänger: So geht’s

Sticken lernen kann jeder? Auf jeden Fall! Viele trauen sich nur nicht ran, weil sie nicht wissen, welches Material man nimmt oder auf welchem Stoff es sich am einfachsten stickt. Darum fangen wir ganz vorne an: Sticken für Anfänger beginnt nicht bei den einzelnen Stichen, sondern beim richtigen Material.

Eigentlich brauchst du nur Garn, Nadel und etwas, worauf du stickst – ein Kissen, eine Tasche, ein T-Shirt. Mit ein paar Tipps zur Grundausstattung klappt es aber von Anfang an viel entspannter. Oder du nimmst eines unserer Sticksets – da ist bereits alles enthalten.

Linda stickt auf dem Sofa an einem Täschchen im Stickrahmen

Die Grundausstattung: 5 Dinge, die du brauchst

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Stickrahmen

Der Rahmen hält deinen Stoff straff, damit die Stiche gleichmäßig werden. Linda empfiehlt Plastik-Rahmen: Innen haben sie eine Einkerbung, dadurch sitzt der Stoff viel fester und wird nicht so schnell locker – du musst kaum nachspannen.

Unser Stickrahmen-Set hat drei Größen (12, 16 und 20 cm) und extra lange Schrauben, damit auch festere Stoffe wie Jeans hineinpassen. Einzelne Rahmen in 12 und 16 cm gibt es zusätzlich passend zu deinem Set.

Rosa Plastik-Stickrahmen mit Schraube, dahinter das Rahmen-Set im grünen Beutel
Linda Seel zeigt einen Plastik-Stickrahmen
Lindas Tipp: der Stickrahmen
„Ich habe jahrelang mit Holzrahmen gestickt. Dann hatte ich zum ersten Mal einen Plastikrahmen in der Hand – life-changing, sage ich euch. Der Stoff sitzt viel fester, und man muss praktisch nicht nachspannen.“
Linda
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Stickgarn

Stickgarn ist einzeln gekauft relativ teuer. Darum lohnt sich ein Set mit vielen Farben wie unsere Garnbox – mit 50 Farben à 8 m und 60 Garnaufwicklern, damit alles ordentlich bleibt. Wichtig ist vor allem, dass das Garn beim Waschen nicht abfärbt und sich nicht ständig aufdröselt.

Wie viele Fäden nimmt man?

Ein Stickgarn besteht immer aus sechs Strängen. Für größere Flächen stickst du mit allen sechs. Für feine Linien und kleine Motive ziehst du einfach einen Teil der Stränge auseinander – zum Beispiel drei.

Stickgarn-Box mit 50 Farben
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Stoff

Je unelastischer der Stoff, desto einfacher stickst du darauf. Für den Anfang ist ein gewebter Stoff aus reiner Baumwolle ideal – zum Beispiel ein Kissenbezug, eine Stoffserviette, eine Tasche oder ein festes Hemd. Auch Jeans eignet sich super, wenn der Elastan-Anteil gering ist.

T-Shirts und alles Gestrickte sind dagegen dehnbar. Mit einer spitzen Nadel reißt so ein Stoff schnell ein – das ist Linda im Video auch passiert. Mit einer stumpfen Nadel und einem Bügelvlies klappt es (siehe Tipp).

Tipp T-Shirt besticken ohne Löcher

Bügel ein dünnes Vlies auf die Rückseite, bevor du loslegst. Es stabilisiert den dehnbaren Stoff, du kämpfst nicht mit der Elastizität – und es entstehen keine Löcher. Dazu eine stumpfe Nadel: Sie schiebt die Maschen zur Seite, statt sie zu durchstechen.

Unsere Beutel zum Besticken

Aus 100 % Baumwolle, mit vorgedrucktem Motiv – ideal, um sticken zu lernen.

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Sticknadel

Man unterscheidet spitze und stumpfe Nadeln. Bei festen, gewebten Stoffen wie Baumwolle nimmst du eine spitze Nadel. Stumpfe Nadeln sind für Gestricktes wie T-Shirts – sie schieben sich zwischen den Fäden durch, ohne die Fasern zu verletzen.

Unsere Sticknadel ist spitz und hat ein großes Öhr, durch das alle sechs Stränge passen – das ist dieselbe Nadel, die in unseren Anfänger-Sets steckt.

Sticknadel von SALTY SEA auf der Karte, in der Hand gehalten
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Stift zum Vorzeichnen

Am angenehmsten sind Stifte, die sich wegbügeln oder auswaschen lassen – zum Beispiel FriXion Pens. Damit ist es kein Problem, wenn du dich mal vermalst oder nicht ganz exakt über die Linie stickst.

Für den Anfang tut es aber auch ein Bleistift oder Kugelschreiber, denn du stickst ja ohnehin über die Linien. Von Stiften, die nach 24 Stunden von selbst verschwinden sollen, rät Linda eher ab: Bei ihr waren sie oft schon nach zwei Stunden weg.

Ein Motiv wird mit Bleistift auf Stoff vorgezeichnet
Noch mehr Möglichkeiten

Motiv übertragen & erste Stiche

Wie das Motiv auf den Stoff kommt und welche Stiche du zuerst lernst.

Linda setzt den ersten Stich im Stickrahmen
So geht’s los In vier Schritten zum ersten Motiv

1. Motiv übertragen: Zeichne dein Motiv mit einem wegbügelbaren Stift auf den Stoff.

2. Stoff einspannen: Stoff in den Rahmen legen und die Schraube festdrehen. Er sollte straff gespannt sein – dann werden die Stiche gleichmäßig.

3. Einfädeln: Faden durch das Öhr führen und am Ende verknoten. Für feine Motive teilst du die Stränge vorher auf.

4. Nachsticken: Stick das Motiv entlang der Linien nach. Für den Einstieg ist der Rückstich ideal – damit lässt sich jede Linie sauber nachzeichnen.

Lindas Empfehlung

Damit hat Linda gestickt

Garn, Rahmen und Nadel aus unserem Zubehör – alles, was du für dieses Projekt brauchst.

Alles Zubehör entdecken →
Außerdem brauchst du
  • Stoff aus Baumwolle (z. B. Kissenbezug, Tasche, Serviette)
  • FriXion Pen oder Bleistift
  • kleine Schere
Wir haben passende Produkte externer Anbieter verlinkt. Bei einigen Links erhalten wir eine kleine Provision. Der Preis bleibt gleich.
Sticken lernen: Was braucht man zum Sticken & alle Basis-Stickstiche erklärt 23:57 Sticken lernen: Was braucht man zum Sticken & alle Basis-Stickstiche erklärt Lerne sticken mit LindaLinda zeigt dir die ganze Grundausstattung – welches Garn, welcher Stoff, welche Nadel – und stickt danach Schritt für Schritt ein kleines Blumenmotiv mit allen Basis-Stichen.Zum Video →

Gut zu wissen

Wie zeichne ich auf dunklem Stoff vor?

Normale Stifte sieht man kaum. Linda nimmt am liebsten Schneiderkreide – für die grobe Kontur reicht das völlig. Alternativ gibt es FriXion Pens auch in hellen Farben.

Wie verknote ich den Faden hinten?

Am Ende einfach auf der Rückseite unter den letzten Stichen durchziehen und einen kleinen Knoten machen. Reicht der Faden für den letzten Stich nicht mehr ganz, stich die Nadel zuerst ein und fädle dann erst ein.

Wasserlösliches Stickpapier wird unter dem Wasserhahn ausgewaschen
Schon gewusst?Es gibt Stickpapier, das sich in Wasser auflöst

Lindas Favorit zum Übertragen: Du bedruckst es im normalen Drucker, klebst es auf, stickst darüber – und spülst es danach einfach unter dem Wasserhahn weg. Perfekt auch für dunkle Stoffe.

Diese Stiche brauchst du

Alle Stiche mit Videoanleitung findest du in unserem Stickstich-Lexikon →